Der Jagdgebrauchshundverband e.V. erklärt die Ziele einer Herbstzuchtprüfung folgendermaßen:
“Bei der HZP steht die Feststellung der Entwicklung der natürlichen Anlagen des Junghundes im Hinblick auf seine Eignung und zukünftige Verwendung im vielseitigen Jagdgebrauch und als Zuchthund im Vordergrund.”

Dementsprechend sollten am 13ten September 2020 fünf junge Vorstehhunde in Puttelange aux Lacs auf ihre Anlagen geprüft werden. Dazu trafen sich am Morgen Verbandsrichter, Revierführer, Helfer und Hundeführer am verabredeten Ort. Es war noch kühl draußen, ein heißer trockener Tag sollte jedoch noch folgen. Nachdem sich alle begrüßt hatten und alles Wesentliche besprochen war, ging es zu den Suchendurchgängen. Hier konnte die Leistung der Hunde mit Sehr gut bewertet werden und so legte sich auch die anfängliche Nervosität der Hundeführer.

Im Verlauf des Morgens wurde es zunehmend heißer. So forderten die Wetterbedingungen den Hunden einiges ab. Dennoch zeigten sie sehr gute Leistungen und verloren während der Schleppenarbeiten lediglich vereinzelte Punkte für die Wertung. Anschließend gab es die Gelegenheit zum Vorstehen am Federwild. Hier zeigten die Hunde unterschiedlich ausgeprägte Anlagen, später sollten sich jedoch noch weitere Chancen ergeben. Die Eignung des Vorstehhundes zur Jagd und Zucht wird in mehreren Fächern im Verlauf der Prüfung, von ausgebildeten Verbandsrichtern, bewertet. Anlagenfächer, setzen sich zusammen aus Spurarbeit, Nasengebrauch, Suche, Vorstehen, Führigkeit, Arbeitsfreude und Stöbern im Wasser. Die Abrichtfächer bestehen aus Gehorsam, Verlorensuche, Haar- und Federwildschleppe, sowie der Art des Bringens. Zusammen ergeben alle Fächer eine Gesamtnote, wobei Anlagenfächer den Großteil dieser Note bestreiten.

Zum Schluss dieser HZP wurden jagdliche Fähigkeiten am Gewässer geprüft. Bei dieser Disziplin zeigten die fünf Hunde ihre hohe Jagdpassion. Sie stöberten und suchten sehr gut im Wasser. Zusätzlich konnten noch einmal gute Vorstehanlagen beobachtet werden. Somit wurden die Leistungen des Tages noch einmal deutlich unterstrichen.

Des Weiteren prüften die Richter im Verlauf des Tages die Schussfestigkeit , die Art des Jagens, das Wesen und Verhalten, körperliche Mängel und die Identität der Hunde. Schließlich ging die Arbeit des Tages mit gut gelaunten Teilnehmern zu Ende und nach der Beendigung der Richterbesprechung, wurden die Noten vergeben. Alle Hunde erhielten nahezu gleiche Ergebnisse zwischen 188 und 193 Punkten. Ihre Eignung zur Jagd und Zucht, haben diese fünf Vorstehhunde an diesem Tag eindeutig unter Beweis stellen können.